20 Millionen oder Liebe?

mgt, Mittelland Zeitung (04.01.2007)

Die lustige Witwe, 29.12.2006, Bern

Das Stadttheater zeigt mit «Die lustige Witwe» einen Klassiker in gewagt-erfrischender Interpretation.

Arrivée à Paris! Hanna Glawari ist da, und mit ihr 20 Millionen, die den Kleinstaat Pontevedro vor dem Bankrott retten sollen. In dringender Mission wird deshalb der halbseidene Diplomat Graf Danilo beauftragt, die Millionen fürs Vaterland zu heiraten. Doch leider sind auch die einheimischen Pariser knapp bei Kasse und scharf auf die Glawari-Millionen. Also, Geld oder Liebe? Oder vielleicht doch beides? Der Operetten-Klassiker «Die lustige Witwe» mit den unvergänglichen Melodien von Franz Lehár nach einem Jahr Unterbruch endlich wieder in Bern.

Mit dem belgischen Regisseur Guy Joosten garantiert einer der heute meistgefragten und führenden Opernregisseure eine spannende Umsetzung. Joosten, ehemaliger Oberspielleiter am Thalia Theater Hamburg, ist heute an den wichtigsten Opernhäusern der Welt ein umworbener Regie-Star. Mit der Berner Inszenierung, die von der Königlichen Oper Kopenhagen nächstes Jahr übernommen wird, setzt er sich zum ersten Mal mit einer Operette auseinander. Das Bühnenbild entwirft Johannes Leiacker, einer der wichtigsten Designer des Regietheaters. Das Amt der musikalischen Einstudierung und Leitung hält der Chefdirigent Srboljub Dinic inne.